Tagebuch schreiben einfach erklärt mit Beispiel


 

Wie schreibt man ein Tagebuch?

  • Immer in der Ich-Form schreiben, da das Tagebuch persönlich geschrieben wird
  • Es gibt keine festgelegte Form oder Gliederung
  • Sinnvoll ist es, das Datum zu Beginn eines Eintrags zu vermerken, damit man die Gedanken und Geschichten zeitlich einordnen kann
  • Auch könnten Überschriften hilfreich sein, um später die Stellen, die man sucht, besser zu finden
  • Es gibt keinen Stil, den du beim Schreiben beachten musst. Sei du selbst. Im Normalfall schreibt man locker und gefühlsvoll. Eine trockene Berichtserstattung wird vom Lehrer nicht gern gesehen.
  • Doch schreibst du den Tagebucheintrag für die Schule, solltest Du auf deine Wortwahl achten und keine Ausdrücke verwenden. Auch solltest Du hier Deine Gedanken und Gefühle logisch und chronologisch aufbauen, so dass man Dir folgen kann. Wenn Du hin und her springst mit Deinen Gedanken, kann der Lehrer deine Gedankengänge und die Geschichte nicht nachvollziehen.
  • Du kannst Fragen stellen im Tagebuch. Zum Beispiel: Was soll ich machen? Ich bin sehr verzweifelt seit der letzen Mathe Note. Hätte ich mehr lernen sollen?

 

Wie schreibt man ein Tagebucheintrag?

Schreibe darüber, was Dir durch den Kopf geht.

Wenn du folgende Fragen beantwortest schreibst Du einen guten Tagebucheintrag in der Schule:

  • Was ist passiert?
  • Was beschäftigt Dich?
  • Was denkst und fühlst Du darüber?
  • Was hast Du mit anderen Menschen dabei erlebt?
  • Was glaubst und hoffst Du?
  • Was träumst du?
  • Welche Ziele und Wünsche hast Du?
  • Was für Enttäuschungen hast Du erlebt?
  • Was möchtest Du im Leben ändern?
  • Worüber bist Du glücklich und dankbar im Leben?
  • Was magst du bzw. magst du nicht?
  • Welche Veränderungen fanden statt?
  • Was hast du daraus gelernt?  Möchtest du nun was verändern?

 

Tagebucheintrag Beispiel

Aus Nettchens Tagebuch

Liebes Tagebuch,

gerade komme ich von Goldach zurück und bin vermutlich noch ganz rot im Gesicht, nicht vom Fahrtwind, nein, weil ich den jungen österreichischen Grafen wieder gesehen habe. Zum ersten Mal sah ich ihn auf dem Feldweg, als ihn mir mein Vater vorstellte und zum Abendbrot einlud.

Sch on beim Anblick seiner langen schwarzen Haare und seiner Art, wie er sich bewegte und seinen zarten Gesichtszügen, bekam ich Schmetterlinge in den Bauch. Er war mir auf den ersten Blick sehr sympathisch und ich habe mich auch gleich ein bissch en in ihn verguckt. Der Graf verbeugte sich vornehm und zeigte mir viel Respekt. Das Essen mit ihm war einfach hinreißend. Der Graf erhielt den Platz neben mir. Wir aßen zaghaft Fisch, tranken vorzüglichen Wein und hatten eine wunderschöne Unterhaltung und einfach Spaß. Der Graf wusste mit allem perfekt umzugehen und dabei war seine Art so romntisch und schüchtern.

Ein paar Tage waren vergangen und ich machte einen Ausflug mit der Kutsche in die Felder, wo ich ihn zum zweiten Mal traf. Er saß auf dem Pferd wie ein edler Ritter und ich spürte wie meine Wangen erröteten, nachdem er seine Mütze abnahm.

Seit ich ihn kennengelernt habe, fühle ich mich so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Ich wäre sehr froh, wenn ich ihn wieder treffen könnte.

Bis bald liebes Tagebuch.

 

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