Inhalt


⇒ Es gibt in der deutschen Grammatik vier verschiedene Fälle. Diese Fälle kategorisieren.

⇒ Die Artikel müssen den Fällen angepasst werden.

 

Fall 1: Nominativ

•    Die Antwort auf die Frage „Wer, Wem, Was?“
•    Der Gegenstand und die Sache um die es sich handelt

 

•    Der kleine Junge hat ein blaues Fahrrad
à    Frage: Wer hat ein Fahrrad? 
Antwort: Der kleine Junge
Das Nomen Junge steht somit im Nominativ 

•    Im Nominativ steht immer das Nomen/ Subjekt 
•    Der Prädikativ (in Verknüpfung mit den Verben „sein“ und „werden“) wird zwar im Nominativ verwendet, jedoch ist das Nomen in diesem Fall nicht immer das Nomen/ Subjekt. Der Prädikativ weist aber dem Nomen/ Subjekt bestimmte Eigenschaften über die Hilfsverben „sein“ und „werden“ zu.

 

•    Er ist der beste Schüler à Das Verb „sein“ also hier „ist“ bildet das Hauptverb und bildet das Nominativ
•    Mein Freund ist Fußballspieler àDas Verb „sein“ also hier „ist“ bildet das Hauptverb und bildet das Nominativ und beiden Satzteilen

 

  • Wer spielt Fußball: Mein Freund
  • Wer ist mein Freund: Fußballspieler

•    Sie ist ins Kino gegangen à Das Verb „sein“ also hier „ist“ bildet das Hilfsverb und bildet kein Nominativ

 

Fall 2: Genitiv

•    Die Antwort auf die Frage „Wessen?“
•    Der Genitiv beschreibt den Besitz und die Zugehörigkeit einer Sache oder Gegenstandes an 
•    Besteht aus „Nomen und Nomen“ 
•    Wessen hat 2 „S“ und gehört somit zum Fall 2 

•    Beispiel 1: Wessen Buch ist das? à Das ist das Buch meiner Freundin 
•    Beispiel 2: Wessen Auto ist das? à Das ist das Auto meines Vaters
•    Beispiel 3: Wessen Puppe ist das? à Das ist die Puppe des Kindes
  • Männliche und neutrale Nomen bekommen eine neue Endung mit -S oder -ES

à  des Fahrers, des Kindes, des Mannes

  • Weibliche Nomen und Plural Nomen bleiben gleich

à  2. der Frau, der Lehrerin, der Sportlerin

  • Nomen die auf „n“ enden (n-Deklination), bleiben gleich

à  3. die Studenten, die Russen, den Namen

 

Fall 3: Dativ

 

  • Die Antwort auf die Frage „Wem oder Was?“
  • Hier wird das (indirekte) Objekt des Satzes beschreiben 
  • Das Mädchen gab ihrer Mutter den Hausschlüssel

à    Wem gab das Mädchen den Hausschlüssel? Ihrer Mutter

  • Das Fahrrad gehört dem Jungen

à    Wem gehört das Fahrrad? Dem Jungen

  • Sandra hat ihrer Lehrerin den Stift gegeben

à    Wem hat Sandra den Stift gegeben? Ihrer Lehrerin

 

  • Die Frage nach dem „Wem oder Was?“ ist oft auf eine Person bezogen
  • Der Dativ kann auch zusammen mit Präpositionen gebildet werden

 

  • Die Frau war mit dem Hund draußen spazieren

à    Mit wem war die Frau spazieren? Mit dem Hund

 

Fall 4: Akkusativ

 

  • Die Antwort auf die Frage „Wen oder Was?“
  • Hier wird das (direkte) Objekt des Satzes beschreiben 

 

  • Der Vater schenkt seiner Tochter eine Puppe 

à    Was schenkt der Vater seiner Tochter? Eine Puppe

  • Der Mann hat ein blaues Auto

à    Was hat der Mann? Ein Auto

 

  • Viele transitive Verben brauchen den Akkusativ:

à Etwas sehen, etwas kennen, etwas fragen, etwas/ jemanden lieben, etwas tragen können 

 

  • Kannst du deine Freunde fragen, ob wir heute draußen spielen können?
  • Wen kannst du fragen? Deine Freunde
  • Auch Präpositionen regieren ebenfalls den Akkusativ: 

à  Durch etwas, gegen etwas/ jemanden, um etwas, für und bis

  • Gegen wen/ Für wen bist du bei diesem Spiel? Gegen/ Für Bayern

 

Nebeninformation 1

 

Der bestimmte Artikel in den 4 Fällen

Fall

Maskulin/

Männlich

Feminin/

Weiblich

Neutrum/

Neutral

Plural/

Mehrzahl

Nominativ Der Junge Die Frau Das Tier Die
Genitiv Des Jungen Der Frau Des Tieres Der
Dativ Dem Jungen Der Frau Dem Tier Den
Akkusativ Den Jungen Die Frau Das Tier  Die

 

 

Der unbestimmte Artikel in den 4 Fällen

Fall

Maskulin/

Männlich

Feminin/

Weiblich

Neutrum/

Neutral

Nominativ Ein Junge Eine Frau Ein Tier
Genitiv Einen Jungen Eine Frau Ein Tier
Dativ Einem Jungen Einer Frau Einem Tier
Akkusativ Eines Jungen Einer Frau Eines Tieres

 

Nebeninformation 2

 

Transitive Verben: 

  • Verben mit einem Akkusativobjekt (Wen/ Was)
  • Die Bildung des Perfekts erfolgt mit dem Verb „haben“

⇒ Erkennbar durch „etwas“

 

  • Andy unternimmt jedes Wochenende etwas mit seinen Freunden
  • Frank beobachtet gerne seine Fische im Aquarium
  • Das Auto fährt uns nach Berlin
  • Das Unternehmen hat einen neuen Sitz in Stuttgart gebaut

 

→ Etwas unternehmen
→ Etwas bauen
→ Etwas beobachten
→ Etwas bauen
→ Etwas anschauen, etc.

 

Intransitive Verben:

 

  • Verben ohne Akkusativobjekt (Wen/ Was)
  • Haben kein Objekt
  • Die Bildung des Perfekts erfolgt mit dem Verb „sein“

 

⇒ Beschreiben die Vergangenheit in Verbindung mit dem Verb „sein“

 

  • Der Mann schweigt im Gespräch
  • Der Pullover liegt im Schrank
  • Natalie ist an der Nordsee

 

⇒ Reflexivverben gehören zu den intransitiven Verben
⇒ Reflexive Verben sind Verben, die ein extra Reflexivpronomen benötigen

 

  • „sich auskennen“: Ich kenne mich in Berlin gut aus  
  • „sich freuen“: Ich freue mich sehr über diese Überraschung)

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