Von Startsocial habe ich vor über einem Jahr von einer Bekannten erfahren, die mit ihrem Projekt "Frauencafé" in die erste Auswahlrunde gekommen war. Voll Euphorie informierte ich mich im Internet über das Startsocial-Programm. Meine Begeisterung war schnell verflogen, als ich bei den Initiatoren z.B. die Unternehmensberatung McKinsey entdeckte. Auf Grund meiner beruflichen Historie brachte ich den Namen McKinsey mit allen Themen in einen Zusammenhang, nur nicht mit den Worten "Sozial", "Ehrenamt" usw.

Man soll nicht alles im Vorfeld verurteilen - und so bewarb ich mich in diesem Jahr als Coach für das Startsocial-Programm als eine Art Selbstversuch. Mein Name ist Christine Klomann, und ich bin Diplom-Wirtschaftsingenieurin und zertifizierter Coach, war in verschiedenen Unternehmen in der Industrie tätig und bin seit drei Jahren in Ulm selbständig. Meine Selbständigkeit hat zwei Standbeine:

  1. Mit VPPL für die Entwicklung und Umsetzung von unternehmerischen Projekten im Bereich Produktion und Logistik, und
  2. mit Coaching Weitblick biete ich Coaching und Beratung zu beruflichen Themen an.

Schon völlig in Vergessenheit geraten erhielt ich am 26.August eine Einladung zum Startsocial-Coach-Kickoff und die Mitteilung, dass ich als Coach für ein Projekt ausgewählt wurde. An der Einladung war besonders interessant, dass die Kickoffs an den verschiedenen Standorten von der Firma McKinsey stattfinden sollten. Darüber hinaus lag der erste Termin bereits fünf Tage nach Erhalt der E-Mail, Beginn der Termine war jeweils gegen 17:00 Uhr. Es gab noch einen netten Hinweis, dass in diesem Jahr leider keine Reisekosten übernommen werden sollten. Für berufstätige Menschen ist eine solch kurzfristige Planung fast nicht zu realisieren. Insofern würde mich sehr interessieren, wie viele Coaches letztlich an den Kickoff-Terminen teilgenommen haben.

Mit meinem zugeteilten Projekt - Schulminator - konnte ich zunächst nicht wirklich viel anfangen. Normalerweise werden einem Projekt zwei Coaches zugeordnet, die sich die Arbeit teilen. Der zweite Coach für das Schulminator-Projekt hieß "NN". Toll, dachte ich, jetzt bleibt die ganze Arbeit wieder an mir selbst hängen.

Mahir, der Projekt-Owner von Schulminator, nahm dann Mitte September Kontakt mit mir auf. Wir schrieben uns sehr nette E-Mails und verabredeten uns für den 25.September im Ulmer Museumscafé. In der gleichen Woche hörte ich nach einer Geschäftsreise meinen Anrufbeantworter ab, auf dem ein Herr Namens Bose oder so ähnlich gesprochen hatte. Er sagte, ich soll dringend zurückrufen, und dass er von Startsocial meine Telefonnummer erhalten hatte.
Das war ein interessanter Anruf - zumal ich nicht wusste, wer Herr Bose war, was er von mir wollte, und am wenigsten hatte ich eine Telefonnummer von ihm. Mir kam sogar der Gedanke, dass Herr Bose plötzlich noch ein Projekt sei, das ich betreuen sollte. Ich wollte das Thema abklären und rief an den darauf folgenden Tagen die Hotline von Startsocial in Hamburg an. Ohne Witz, ich habe dort mindestens 20 Mal zu unterschiedlichen Uhrzeiten angerufen, und es war immer besetzt. Ist das Zufall? Haben so viele andere Leute auch Klärungsbedarf? Oder sitzt da einfach niemand, und die Leitung wurde auf besetzt gestellt? Als Selbstversuch habe ich gerade beim Schreiben des Blogs nochmals angerufen... und dreimal darf man raten... es war wieder besetzt!!! :-)

Ich legte das Thema Herr Bose ad acta, denn ich muss ja nicht alle Probleme auf dieser Welt lösen. Kurz vor dem Wochenende, an dem ich mich das erste Mal mit Mahir traf, klingelte dann wieder das Telefon. Dran war Herr Bose, und wie sich herausstellte hieß er Rose! Mit gutem schwäbischen Akzent erzählte er mir, dass er gerade in Urlaub sei, aber trotzdem mitmachen möchte. Er hat ja von Startsocial meine Kontaktdaten erhalten. Nach einigem Hin- und Her stellte sich heraus, dass Herr Rose alias Bose der zweite Coach für das Projekt werden sollte. Gott sei Dank - nicht noch ein Projekt, das ich betreuen muss!

Am Sonntag haben Mahir und ich uns dann persönlich kennengelernt. Es war richtig nett, und wir konnten uns für die vielen Ideen, um das Schulminator-Programm weiterzuentwickeln, richtig begeistern. Ich muss sagen, es hat sich auf alle Fälle schon mal gelohnt, einen solchen sympathischen Menschen wie Mahir kennen zu lernen.

Am 4.Oktober müssen wir den Projektplan für die nächsten drei Monate abgeben. Der Plan und die Inhalte sind eine Herausforderung, aber ich bin optimistisch, dass wir das schaffen. Es bleibt spannend, denn am kommenden Wochenende kommt auch Herr B(R)ose aus dem Urlaub zurück!

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