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Fleischfressendepflanzen

Fleischfressende Pflanzen Definition

Klebefalle

Klappfalle

Saugfalle

Fallgrube

Reusenfalle

Ökologie der fleischfressenden Pflanzen

 

 

Fleischfressende Pflanzen Definition

Zur Gattung der fleischfressenden Pflanzen gehören alle Karnivoren oder Insektivoren die ihre Blätter umgewandelt haben um Beute zu fangen.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Einzellern oder Gliedertieren, manche Arten können auch größere Tiere, bis hin zu Fröschen, fangen und verdauen.

So sind die Pflanzen nicht so sehr auf die Gegebenheiten der unmittelbaren Umgebung angewiesen und können ihren Bedarf an Mineralstoffen besser decken. Dadurch können sie auch in schwierigem Gelände, wie in Mooren, tropischen Gebieten, Sand oder am blanken Felsen, überleben.

 

Fleischfressende Pflanzen Übersicht
Fleischfressende Pflanzen Übersicht

 

Klebefalle

  • klebriges Sekret in Drüsen auf den Blättern oder an der Spitze kleiner Tentakeln
  • Gattungen dieser Methode: Sonnentau (Drosera), Fettkräiuter (Pinguicula), Regenbogenpflanzen (Byblis), Wanzenpflanzen (Roridula), Taublatt (Drosophyllum), Liane Hakblatt (Triphophylumm) und Schusspflanzen (Stylidium)

 

Fleischfressende Pflanzen Klebefalle
Fleischfressende Pflanzen Klebefalle

 

Fangablauf

  1. durch das duftende Sekret werden Insekten angelockt und bleiben haften.
  2. durch den Befreiungsversuch bleiben immer mehr Körperteile an der Pflanze kleben, wird bei aktiven Klebefallen durch Bewegung der klebrigen Blätter unterstützt.
  3. Ein Enzym sorgt für die folgende Verdauung Ausnahme: Bei Wanzenpflanzen wird der Zersetzungsprozess von Kommensalen (z.B. Wanzen, Spinnen) durchgeführt. Diese saugen die Beute aus und geben die Nährstoffe über die Ausscheidungen an die Pflanze ab.

 

 

Klappfalle

  • schnelle Schließbewegung zweier, mit 3-9 Fühlhaaren besetzten Blatthälften
  • Gattungen dieser Methode: Venusfliegenfalle (Dionaea musipula), Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa)

 

Fleischfressende Pflanzen Klappfalle
Fleischfressende Pflanzen Klappfalle

 

Fangablauf

  1. Wird ein Fühlhaar mehrmals innerhalb 30 Sekunden berührt klappen die beiden Blatthälften innerhalb von 2 Sekunden zusammen
  2. Das Insekt ist nun in dem Hohlraum zwischen den Blatthälften eingeklemmt
  3. Ein Enzym sorgt für die Verdauung und die Pflanze nimmt die Nährstoffe auf
  4. Nach maximal 8 Tagen öffnen sich die Blatthälften wieder und geben die unverdaulichen Teile wieder frei

 

Saugfalle

  • durch Ausgleich eines Unterdrucks unter Wasser oder in der Erde
  • Gattungen dieser Methode: Wasserschläuche (Utricularia)

 

Fangablauf

  1. Die Pflanze baut mit ihren Blättern einen Unterdruck auf
  2. Bei Berührung wird durch schlagartiges Ausgleichen dieses Druckes Beute hineingesaugt
  3. Enzyme sorgen für die Verdauung des Opfers

 

Fallgrube

  • tiefer Hohlraum mit glatten Innenwänden und kleinem Raum
  • Gattungen dieser Methode: Krugpflanzen: Zwergkrug (Cephalotus), Sumpfkrug (Heliamphore), Kannenpflanzen (Nepenthes) c) Schlauchpflanzen (Sarracenia)

 

Fleischfressende Pflanzen Fallgrube
Fleischfressende Pflanzen Fallgrube

 

Fangablauf

  1. Insekten fallen durch Unachtsamkeit in die Blätter und kommen nicht oder nur schwer wieder heraus
  2. Sekret am Boden sorgt für den Verdauungsprozess

 

Reusenfalle

  • durch Lockstoffe im Pflanzeninneren und Sperrhaare am Ausgang
  • Gattungen dieser Methode: Reusenfallen (Genlisea), Papageien-Schlauchpflanze (Sarracenia psittacina)

 

Fleischfressende Pflanzen Klappfalle
Fleischfressende Pflanzen Klappfalle

 

Fangablauf

  1. Durch die Lockstoffe werden Einzeller ins Falleninnere gelockt
  2. Durch die Sperrhaare ist ein Entkommen unmöglich
  3. Beute wird in eine Art Magen weitergeleitet
  4. Enzyme sorgen für die Verdauung

 

Ökologie der fleischfressenden Pflanzen

  • Bildung der Fangblätter ist sehr aufwendig
  • da sie sehr schlecht zur Photosynthese geeignet sind wachsen karnivore Pflanzen sehr langsam
  • an nährstoffreichen Orten werden sie oft von konkurrenzfähigeren Pflanzen verdrängt und gedeihen daher eher an Nährstoffarmen Orten
  • Benötigen viel Licht und Wasser (auch Nebel oder Tau), hohe Luftfeuchtigkeit (70%)
  • Besitzen nur spärlich ausgebildete Wurzeln die sich auf die Festigung der Pflanze spezialisiert haben
  • Wachsen in Gebieten mit: Sauerstoffmangel, Schwermetallbelastung, extrem saure oder basische Böden, Salzbelastung, radioaktive Belastung
  • Überall auf der Welt vertreten (außer in der Antarktis), häufig in Mooren der warmgemäßigten Zone und tropischen Hochgebirgen

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